Montag, September 19, 2016

Fauchender Rhinozeroskäfer zu Besuch

Seit wir Strom im Haus haben, haben wir neue Gäste. Vielleicht haben wir die riesigen Käfer vorher nur nicht gesehen, weil es ohne elektrisches Licht vor der Haustür ein wenig dunkel war. Ich glaube aber, dass sie sich vorher von unserer doch schwächeren Gasfunzel und dem Kerzenschein nicht wirklich angezogen gefühlt haben. Jetzt sind die Fenster nachts mit einigen Watts erhellt. Mit einem Brummen und Platsch fliegen sie dagegen, um kurz später einen erneuten Anlauf zu unternehmen.

Anfangs waren die Katzen noch begeistert von ihrem neuen Spielgesellen. Mittlerweile lassen sie ihn links liegen. Wenn ich versuche, ihn aufzuheben, stülpt er mir sein "Geweih" entgegen und grunzt verärgert, "He du, fass mich bloß nicht an".

Ich habe ihn schon ein paar Mal unter seinem wütenden Gegrunze weit weg getragen, nur um ihn dann kurz später wieder am Fenster zu begrüßen. Inzwischen hat er sich bei uns eingenistet. Zwischen den vertrockneten Blättern des Bambus hat er sich ein Nest gebaut.

Es ist ein Rhinozeroskäfer, dessen Verwandten in Palmenplantagen als schlimme Plage gelten. An unsere Palmen haben sie sich noch nicht gemacht. Mehr als einen auf einmal habe ich von den etwa sechs Zentimeter langen, schwarzen, behornten Käfern noch nicht gesehen. Aber wir haben auch keine Palmenmonukultur und solange er nur im Laub vom Bambus haust und mir nicht den ganzen Bambus zusammenfrisst, was äußerst unwahrscheinlich ist, ist er hier sehr willommen.

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